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Rechtschreibreform Teil 1
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Kuriositäten |
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| Spelling Reform - Double-S Words German Language Dateline: 09/28/98
One unique feature of the German alphabet
is the infamous ß. Found in no other language, part
of the uniqueness of the ß -- aka "eszet" ("s-z") or "scharfes
s" ("sharp s") -- is that, unlike all other German letters, it exists only
in the lower case. This exclusivity may help explain why many Germans and Austrians are so
attached to the character. Just how attached can be seen in the raging controversy over
spelling reform (Rechtschreibreform) that has shaken
the German-speaking world of late. (...) Even though the Swiss have managed to live
peacefully without the ß in Swiss German for decades,
some German-speakers are up in arms over its possible demise. But Swiss writers, books,
and periodicals have long ignored the ß, using double-s (ss) instead.
That's why it's all the more puzzling that the International Working Committee for
[German] Spelling (Internationaler Arbeitskreis für Orthographie) chose to keep this
troublesome oddity in certain words, while eliminating its use in others. Why not just
toss out this troublemaker -- that beginners in German often mistake for a capital B --
and be done with it? If the Swiss can get by without it, why not the Austrians and
Germans?
The rules for when to use the "ß" rather than a simple "ss" have
never been easy, but while the new "simplified" spelling rules are less complex,
they still seem to continue the confusion. The German spelling reformers included a
section called Sonderfall ss/ß (Neuregelung) -
"Special Case ss/ß (New Rules)" that says (in German): "For
the sharp (voiceless) [s] after a long vowel or diphthong one writes ß, as long as no
other consonant follows in the word stem." - Alles klar? (Got that?)
Thus, while the so-called "new rules" do reduce the use of the ß, they still
leave intact the old bugaboo that means some German words are spelled with ß and others
with ss. (The Swiss are looking more reasonable by the minute, aren't they?) The new
"improved" rules mean that the conjunction formerly known as daß ("that") should now be spelled dass (short-vowel rule) -- but the adjective groß ("big") stays groß
(long-vowel rule). Many words formerly spelled with ß are now written with ss, while
others retain the sharp-s character (technically known as the "sz ligature"): Straße (street) but Schuss
(shot), Fleiß (diligence) but Fluss
(river). The old mixing of different spellings for the same root word also remains: fließen (flow) but floss
(flowed), ich weiß (I know) but ich
wusste (I knew). -- The reformers were forced to make an exception for the
oft-used preposition aus, which otherwise would now have to be spelled auß. However, außen,
"outside," stays außen. Alles klar? Gewiss!
(...) |
| Subject: |
Re: Rechtschreibreform |
| Date: |
1997/10/22 |
| Author: |
Oliver Gassner <fraktal@gmx.de> |
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liehmann@rcs41.urz.tu-dresden.de
(Stefan Liehmann) wrote/schrieb in de.etc.sprache.deutsch :
>Schreibt man dann in D-dorf den Spass anders als in
>Dresden oder gibt es eine "amtliche" Sprechweise und wer legt(e) die fest
>oder verstehe ich das alles nur nicht richtig oder ... ???
Wir schreiben "Hochdeutsch" bzw. Standarddeutsch. Dass man Spaß sagt,
sieht man nach der RSR daran, dass man Spaß schreibt und nicht Spass. Spass ist eine
dialektale Variante von Spaß. Dass Spaß hochsprachlich ist, ist eine Konvention. (Und
kein "Gesetz".) So wie die RS eine Konvention ist - oder die Sprache selbst.
OG
[RSR = Rechtschreibreform] |
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Das Posting von
Oliver Gassner in de.etc.sprache.deutsch bringt die Problematik
der Rechtschreibreform auf den Punkt: Die Rechtschreibung ist, wie die Sprache,
konventionell. Dieses bisher anerkannte Prinzip wird von der Rechtschreibreform von 1998
durchbrochen. Danach steht in den Wörterbüchern (DUDEN, Bertelsmann usw.) nicht mehr,
was sich an Rechtschreibung eingebürgert hat und damit Konvention geworden ist, wie dies
vorher der DUDEN gemacht hat - auch wenn viele den DUDEN als Vorschriften-Wörterbuch
mißverstanden haben. Die Rechtschreibwörterbücher enthalten nunmehr tatsächlich
Vorschriften und haben damit ihren sprachbeschreibenden Charakter verloren. Daß dies beabsichtigt ist, wird letztlich durch die Entscheidung
der Print- und Onlinemedien gestützt, die RSR mit Abstrichen ab 01.08.99 zu
übernehmen. Die Strategie ist, die Bevölkerung, die noch dagegen ist, zu verunsichern,
zu zermürben und letztlich dazu zu bringen, das Regelwerk anzukennen. |
Aufgespießt
| "Seit 1901
haben sich Schreibgewohnheiten gewandelt. Hier ist es sinnvoll, dass beispielsweise
«numerieren» und «plazieren» durch die neue Regel zu «nummerieren» sowie
«platzieren» werden. Favorisiert eine Sprachgemeinschaft bestimmte Schreibweisen, muss
eine Änderung der Norm erfolgen." (Christine Weiss) |
Eine
interessante Bemerkung: Wo sind denn "nummerieren" und "platzieren"
von der Sprachgemeinschaft eingeführt worden? Das einzige, was die Reformer
gebetsmühlenhaft wiederholen, sind die Rechtschreibfehler von Schülern. Wenn die
ausschlaggebend gewesen wären, dann hätte man eigentlich auch die Konjunktion
"da[ß|ss]" ganz abschaffen können: "Ich weiß, das du keine Zeit
hast." Auch ein Großteil der Erwachsenen würde diese Schreibung bevorzugen. |
Raketenabwehrsysteme
leiten weltweite Rüstungsspirale ein
Durch die Bedrohung so genannter
Schurkenstaaten sehen die USA eine dramatische Veränderung der internationalen Lage. Ein
Abkommen mit Japan über ein Raketenabwehrsystem erschwert die Moskauer Gespräche
taz 189 Zeilen Peter Tautfest TAZ-Bericht
(taz 19.08.99) |
Wie
wäre die Nachkriegsgeschichte verlaufen, wenn die Zeitungen (nicht nur aus dem Verlag
Springer) statt sog. DDR immer die so gen. DDR
oder die s.g. DDR hätten schreiben müssen? Der
DUDEN hat dafür eine Antwort parat: gar nichts, denn die Abkürzung "sog."
wurde, wohl schon aus Respekt vor dem historischen Erbe, nicht angetastet (genausowenig
die Ältern, die immer noch Eltern
geschrieben werden dürfen - und das, obschon es doch immer so
schön heißt: "Was gehen mir meine Alten heute wieder
auf den Senkel!!"). so genannt aber sodass (wie Gr. hó·ste) aber ohne dass
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